Freitag, den 30. Juli 2010 um 13:39 Uhr

Interessante (Auto)Biographien interessanter Menschen

Written by  Juliane
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Dass unsere Zeit eine besonders schnelllebige ist, wird unter anderem daran ersichtlich, wenn man seinen Blick einmal über das Regal Biographie in einer gut sortierten Buchhandlung streifen lässt. Es ist schier unglaublich, wer sich bereits alles in seinen jungen Jahren dazu veranlasst sah, seine Autobiographie zu schreiben. Da fragt man sich schon, was einem diese im höchsten Falle Mittzwanziger meinen erzählen zu können beziehungsweise vielmehr zu müssen.

 

Wir werfen heute einen Blick auf (Auto)Biographien, die es wirklich wert sind gelesen zu werden. Das spannende an Biographien ist ja das gesamte Leben und nicht ein kleiner nichts sagender Ausschnitt von wenigen Jahren.

„Ein Mann namens Cash: Die autorisierte Biographie“ von Steve Turner, Christian Rendel

Am 12. September 2003 verstarb Johnny Cash im Alter von 71 Jahren. Mit ihm verlor die Welt eine der größten, bedeutendsten und einflussreichsten Personen der amerikanischen Musikgeschichte. Johnny Cash und sein bodenständiges Gitarrenspiel faszinierten als Mensch wie auch als Musiker und das auch lange nach seinem Tod. Genau zwei Jahre später erschien die autorisierte Cash-Biographie. Steve Turner gelingt es ein durch und durch ehrliches Bild von dem Man in Black zu zeichnen und dabei Legende und Mensch voneinander zu trennen. Derart zeichnet er ein vielfältiges, all die Widersprüche berücksichtigendes Bild von Johnny Cash.

„Dichtung und Wahrheit“ von Johann Wolfgang von Goethe

Um die großen deutschen Dichter Goethe und Schiller kommt kaum ein Schüler im Laufe seiner Schulzeit herum. Viele Werke werden als Pflichtlektüre verstanden. Weniger Pflicht vielmehr die Kür stellt die Autobiographie „Dichtung und Wahrheit“ von Goethe dar. Sie ist aus vielerlei Gründen interessant. Zum einen ist sie die erste moderne Autobiographie überhaupt eines deutschen Dichters, zum anderen ist sie nicht nur ein Zeugnis der Goethe Zeit, sondern auch ein Zeugnis des Mannes, der uns in der Schule gequält hat und noch viele Generationen quälen wird.

„Der Fall Romy Schneider: Eine Biographie“ von Michael Jürgs

Romy Schneider eroberte die Herzen der Deutschen mit ihrer Darbietung der Sissi in allen drei Teilen der erfolgreichen Reihe über die beliebte Österreichische Kaiserin und Viele vergaßen über diese Rolle die Person Romy Schneider. Mit ihrem Weggang nach Paris versuchte sie das an ihr haftende Sissi-Klischee abzustreifen. Ihre „Flucht“ verziehen ihr Viele nicht, doch wird ihr das weniger wichtig gewesen sein, konnte sie nun das Leben führen und die Filme drehen, die sie wollte. Romy Schneider schlüpfte immer öfters in die Rolle einer Femme fatal und wurde derart zu einer Legende. Leider blieb es ihr verwehrt auch in ihrem Privatleben glücklich und erfüllt zu sein. Michael Jürgs bereitet das spannende und vielseitige Leben der Romy Schneider wie einen Kriminalfall auf und schreibt dabei so mitreißend, dass das Buch in einem Rutsch wegzulesen ist.

Last modified on Mittwoch, den 17. November 2010 um 09:52 Uhr

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